NATHAN 575 - Landestheaters Niederösterreich
 

Am 21. April 1944 wurden die ersten 500 KZ-Häftlinge mit dem Zug aus dem KZ Mauthausen kommend in das neu eröffnete KZ-Außenlager Melk überstellt.
Einquartiert wurden die überwiegend französischen "Schutzhäftlinge" im ersten Stock des "Objekt 10" in der Biragokaserne, die ab April 1944 vollständig zum KZ-Standort umfunktioniert wurde.
Am 8. Juli 1944 wurde das Gebäude im Zuge eines Luftangriffes von US-Flugzeugen schwer beschädigt, mehr als 220 KZ-Häftlinge kamen ums Leben.
Auf den Deckenbalken des Objekts 10 sind immer noch zynische Sprüche aus der NS-Zeit erhalten, u. a. "Arbeit macht frei", "Jede Arbeit adelt" oder "Recht oder Unrecht. Mein Vaterland".

Memorial Melk:
In Erinnerung an die Lagererrichtung vor 77 Jahren finden 2021 im ersten Stock
des historischen Gebäudes "Objekt 10" Gedenkverstaltungen des Landestheater NÖ statt.

Nathan 575

Eine szenisch-musikalische Collage des Regie-Duo Ludwig Wüst und Maja Savic.
Zentrale Szenen aus G. E. Lessings „Nathan der Weise“ werden mit Zeitzeug-Innenberichten von geflüchteten Jüdinnen und Juden aus Niederösterreich konfrontiert. Bei Lessing sind Emotion und Religiosität in einem permanenten lebhaften Konflikt
und finden in der Ringparabel Versöhnung. Die biografischen Originaltexte bezeugen Menschlichkeit und Mitgefühl in Zeiten nationalsozialistischer Vernichtungspolitik.

Es spielen Tobias Artner und Emilia Rupperti,
als Gast und in der Titelrolle: Helmut Wiesinger,
Helmut Stippich begleitet die Produktion musikalisch.


Aufführungen geplant am 26. und 29. Mai 2021 19 Uhr 30 in der
Synagoge St. Pölten
Weitere Aufführungen im MEMORIAL MELK.


 

 

Aufführungen von MANGES  im Jahr 2021:

Helmut Wiesinger, Rezitation
Marcus Patka, Gesang & Gitarre
Erdem Kula, Bouzuki
Ilkin Temocin, Akkordeon

Programme:

REMBETIKO

Lieder von Liebe, Leid und Nargile

1923 wurden an die 1,5 Millionen Griechen aus Kleinasien vertrieben, sie siedelten sich
in Piräus an. Ihre Musik nennt sich Rembetiko, sie wird mit dem Blues verglichen.
Der Rembetiko erlebt eine Renaissance, weil Armut und Flüchtlingselend nach Griechenland zurückgekehrt sind.

 


URLAUBSLAND – GRIECHENLAND – KRISENLAND

Literatur und Musik

mit Texten von Nikos Dimou, Nikos Katzantsakis, Petros Markaris,
und Musik von Manos Chatzidakis, Manolis Chiotis, Manos Loïsos,
Mikis Theodorakis, u. a.


Die griechische Literatur existiert seit über 300 Jahren.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Giorgos Seferis und Odysseas Elytis für ihre Lyrik mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Der bedeutendste Romancier dieser Epoche ist Nikos Kazantzakis, dessen Roman „Alexis Sorbas“ erfolgreich verfilmt wurde. Seine Autobiografie „Rechenschaft vor El Greco“ steht am Beginn des Programms. Petros Markaris macht sich auf die Suche nach der griechischen Identität – doch seine bitteren Erkenntnisse gefallen vielen seiner Landsleute nicht. Nikos Dimou wiederum bedient sich des satirischen Dialogs zwischen einem Griechen und seinem deutschen Freund. Er demaskiert die Absurditäten von gegenseitigen  Klischeevorstellungen und Feindbildern.

 

Helmut Wiesinger Rezitation

 

Marios Anastassiou (Bouzouki & Gesang),

Marcus Patka (Gitarre & Gesang)

Taner Türker (Violoncello) spielen eine spezielle Auswahl griechischer Lieder.




DAS SPIEL VON HIMMEL UND HÖLLE

Una Rappresentazione sacra e profana
Ambivalente Gefühle, überraschende Einsichten, neue Perspektiven, himmlische Sphären, schreckliche Abgründe. Ein altes musikalisches Spiel um die Existenz des Menschen. Was bleibt? Die Musik: Momente des Glücks,
der Hoffnung und der Freude.

 Musik von Papst Leo X., Zacara da Teramo, Colinet de Lannoys, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Claudio Monteverdi, Felice Sances, Giacommo Carissimi, Giovanni Francesco Marcorelli, Alessandro Grandi, Orazio Vecchi, Giovanni Gastoldi, sowie aus den Canzonette spirituali.

Meine zweite Musiktheater-Regie mit der faszinierenden
Capella Splendor Solis unter der musikalischen Leitung
von Prof. Josef Stolz
mit Kanako Hayashi, Stefan Piewald und Florian Wolf

 

Produktion wegen Corona voraussichtlich Herbst/Winter 2021.




Arthur Schnitzler und das Wien des Fin de Siécle
Leben und Werk des österreichischen Dichters. Eine Produktion der
Österreichischen Länderbühne,

Produktionsleitung: Pani Stamatopolos
mit Stefanie Elias und Paul Wibory
Bühnenmusik: Taner Türker, Violoncello,
Inszenierung: Helmut Wiesinger

letzte Premiere: Samstag, 28. September 2019,
Theater die Neue Tribüne im Café Landtmann, Österreich-Tournee der Österreichischen Länderbühne bis Mitte Dezember 2019

In Planung:
September 2021  Premiere der Herbst-Produktion der Österreichischen Länderbühne
im Theater Die neue Tribüne im Café Landtmann mit anschließender Österreich-Tournee:


Felix Mitterer "Märzengrund"




 

 

 

2021 außerdem in Planung:

Stefan Zweig

24 Stunden aus dem Leben einer Frau.
Schlossspiele Unterwaltersdorf
mit Beatrix Cerny-Scheucher, Helmut Wiesinger

Musik: Ronald Bergmayr
Buch und szenische Einrichtung:
Beatrix Cerny-Scheucher, Helmut Wiesinger




 

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