Memorial Melk, 21. und 23. April 2020  Auf Grund der Corona Krise ABGESAGT
 

NATHAN 575 Gastspiel des Landestheaters Niederösterreich
 

Am 21. April 1944 wurden die ersten 500 KZ-Häftlinge mit dem Zug aus dem KZ Mauthausen kommend in das neu eröffnete KZ-Außenlager Melk überstellt. Einquartiert wurden die überwiegend französischen "Schutzhäftlinge" (politische Häftlinge) im ersten Stock des "Objekt 10" in der Biragokaserne, die ab April 1944 vollständig zum KZ-Standort umfunktioniert und um viele Holzbaracken erweitert wurde. Das "Objekt 10" beherbergte später einen der sogenannten "Judenblöcke", im Erdgeschoss des früheren Garagengebäudes wurde die Häftlingsküche situiert. Am 8. Juli 1944 wurde das Gebäude im Zuge eines Luftangriffes von US-Flugzeugen schwer beschädigt, mehr als 220 KZ-Häftlinge kamen ums Leben. Bis heute sind auf den Deckenbalken des Objekts 10 zynische Sprüche aus der NS-Zeit erhalten, wie "Arbeit macht frei", "Jede Arbeit adelt" oder "Recht oder Unrecht. Mein Vaterland".

Im Gedenken an die Lagererrichtung vor 76 Jahren finden am 21. und 23. April 2020 im ersten Stock des historischen Gebäudes "Objekt 10" jeweils Gedenkverstaltungen des NÖ Landestheater statt.

Nathan 575 - zum Inhalt

In seiner szenisch-musikalischen Einrichtung „Nathan 575“ konfrontiert das Regie-Duo Ludwig Wüst und Maja Savic zentrale Szenen aus G. E. Lessings „Nathan der Weise“ mit ZeitzeugInnenberichten von geflüchteten Jüdinnen und Juden aus Niederösterreich. Während bei Lessing Emotion und Religiosität in einen lebendigen Konflikt geraten und in der Ringparabel ihre Versöhnung finden, bezeugen die biografischen Originaltexte Menschlichkeit und Mitgefühl in Zeiten der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Es spielen die Ensemblemitglieder des Landestheaters Niederösterreich Tobias Artner und Emilia Rupperti, als Gast ist der beliebte ehemalige Landestheaterschauspieler Helmut Wiesinger zu erleben, und der wunderbare Akkordeonist Helmut Stippich begleitet die Produktion musikalisch.


Weitere Aufführungen 23. und 24. Juni 2020 19 Uhr 30
EHEMALIGE SYNAGOGE ST. PÖLTEN.

 

 

Herbst 2020:
Weitere Aufführungen von MANGES in Planung:

Helmut Wiesinger, Rezitation
Marcus Patka, Gesang & Gitarre
Erdem Kula, Bouzuki
Ilkin Temocin, Akkordeon

Programme:

REMBETIKO

Lieder von Liebe, Leid und Nargile

1923 wurden an die 1,5 Millionen Griechen aus Kleinasien vertrieben, sie siedelten sich im Piräus an. Ihre Musik nennt sich Rembetiko, der mit dem Blues verglichen wird. Der Rembetiko erlebt aufgrund seiner Authentizität
eine Renaissance, und weil Armut und Flüchtlingselend nach Griechenland zurückgekehrt sind.

 


URLAUBSLAND – GRIECHENLAND – KRISENLAND

Literatur und Musik aus dem Hellenen-Tal

mit Texten von Nikos Dimou, Nikos Katzantsakis, Petros Markaris,
und Musik von Manos Chatzidakis, Manolis Chiotis, Manos Loïsos,
Mikis Theodorakis, u. a.


Die griechische Literatur existiert seit über 300 Jahren, manch einer hat in der Schule noch Homer oder Sophokles im Original gelesen. Weniger bekannt ist, dass nach dem Zweiten Weltkrieg Giorgos Seferis und Odysseas Elytis für ihre Lyrik mit dem Nobelpreis aufgezeichnet wurden. Der bedeutendste Romancier dieser Epoche ist Nikos Kazantzakis, dessen Roman „Alexis Sorbas“ erfolgreich verfilmt wurde. Seine Autobiografie „Rechenschaft vor El Greco“ steht am Beginn dieses Programms, das einen Ausschnitt aus der griechischen Literatur der Gegenwart in ebenso nachdenklich wie witzig-pointiert Form präsentiert. Petros Markaris macht sich auf die Suche nach der griechischen Identität – doch seine bitteren Erkenntnisse gefallen vielen seiner Landsleute nicht. Nikos Dimou wiederum bedient sich des satirischen Dialogs zwischen einem Griechen und seinem deutschen Freund, um die Absurditäten von gegenseitigen  Klischeevorstellungen und Feindbildern zu demaskieren. Im Zentrum steht dabei die seit bald zwölf Jahren andauernde Finanzkrise, die durch die Einkünfte aus dem sommerlichen Tourismus nicht beseitigt werden kann, da diese die einzigen sind.

 

Helmut Wiesinger rezitiert die Texte

Marios Anastassiou (Bouzouki & Gesang),

Marcus Patka (Gitarre & Gesang)

Taner Türker (Violoncello) spielen eine spezielle Auswahl griechischer Lieder.

Das Programm dauert in etwa 80 Minuten.



DAS SPIEL VON HIMMEL UND HÖLLE

Una Rappresentazione sacra e profana
Ambivalente Gefühle, überraschende Einsichten, neue Perspektiven, himmlische Sphären, schreckliche Abgründe. Ein altes musikalisches Spiel um die Existenz des Menschen. Was bleibt? Die Musik: Momente des Glücks,
der Hoffnung und der Freude.

 Musik von Papst Leo X., Zacara da Teramo, Colinet de Lannoys, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Claudio Monteverdi, Felice Sances, Giacommo Carissimi, Giovanni Francesco Marcorelli, Alessandro Grandi, Orazio Vecchi, Giovanni Gastoldi, sowie aus den Canzonette spirituali.

Meine zweite Musiktheater-Regie mit der faszinierenden
Capella Splendor Solis unter der musikalischen Leitung von Prof. Josef Stolz
mit Kanako Hayashi, Stefan Piewald und Florian Wolf
in Planung, Premiere Sommer/Herbst 2020.



Arthur Schnitzler und das Wien des Fin de Siécle

Zeitreise durch Leben und Werk des österreichischen Dichters.
Eine Produktion der Österreichischen Länderbühne,

Produktionsleitung: Pani Stamatopolos
mit Stefanie Elias und Paul Wibory
Bühnenmusik: Taner Türker, Violoncello,
Inszenierung: Helmut Wiesinger

letzte Premiere: Samstag, 28. September 2019,
Theater die Neue Tribüne im Café Landtmann,
Österreich-Tournee der Österreichischen Länderbühne
bis Mitte Dezember 2019


In Planung:
September 2020:
Neue Produktion der Österreichischen Länderbühne:

Felix Mitterer "Märzengrund"



Stefan Zweig

24 Stunden aus dem Leben einer Frau.
Schlossspiele Unterwaltersdorf, Herbst 2020
mit Beatrix Cerny-Scheucher, Helmut Wiesinger

Musik: Ronald Bergmayr
Buch und szenische Einrichtung: Helmut Wiesinger




 

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Blätterwirbel 2019 Bürgermeisterzimmer St. Pölten
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